Sachverständige für Schäden an Gebäuden & Bauphysik

Außendämmung mit WDVS

16. September 2013

1957 klebte das erste Mal ein Berliner Malermeister Styropor-Platten auf die Außenwände seines Hauses, um sie anschließend zu verputzen. Neben dem eigentlichen Zweck der Maßnahme, die schadhafte Altputzfassade zu sanieren, ergab sich ein zusätzlicher, damals jedoch zweitrangiger Effekt: der Verbrauch an Heizenergie sank.

Die Anordnung einer vollflächigen Wärmedämmung mit einer außenseitigen, oberflächenfertigen Beschichtung oder Bekleidung wird als Wärmedämmverbundsystem (WDVS) bezeichnet. Es werden zumeist Schaum- oder Faserdämmstoffe eingesetzt. Als außenseitige Beschichtung haben organische oder mineralische Putze die größte Bedeutung. Zur Gewährleistung der Anforderungen gemäß EnEV sind, je nach Wandaufbau und Qualität des Dämmstoffes, Schichtdicken der Dämmung bis zu 20 cm erforderlich.

Übrigens: vorhandene WDVS dürfen im Rahmen einer energetischen Sanierung bestehen bleiben und mit einer neuen Dämmung aufgedoppelt werden. Es müssen jedoch die Vorgaben des Herstellers eingehalten werden.

Weiterführende Informationen

Hersteller von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS)
Sto AG
Alsecco GmbH & Co. KG
Caparol

© Henry Pfeifer