Sachverständige für Schäden an Gebäuden & Bauphysik

Luftdichtigkeit ist Qualitätsmerkmal

18. September 2013

Eine funktionierende Luftdichtigkeitsebene der Gebäudehülle ist, neben einer Wärmebrücken-freien Dämmebene, ein wesentliches Merkmal guter planerischer und bautechnischer Qualität. Im Hinblick auf Wärmeverluste spielt die Luftdichtigkeit sogar eine größere Rolle als Wärmebrücken. Durch Konvektion über eine z.B. ca. 1×1 cm große Leckstelle in der Gebäudehülle geht wesentlich mehr Wärme verloren, als über eine konstruktive Wärmebrücke mit einer Fläche von ca. 10×10 cm.

Darüber hinaus führt eine funktionierende Luftdichtigkeitsebene zu weiteren Vorteilen wie folgt:
– Vermeidung von Schäden an der Bausubstanz durch Kondensatbildung
– Vermeidung von Zugluft und „Fußkälte“
– Verbesserung des Schallschutzes

Während der Bauphase und im Rahmen der Abnahme / Übergabe eines Gebäudes wird die Luftdichtigkeit mit dem sogenannten Blower-Door-Test geprüft. Die Messung erfolgt idealerweise in Kombination mit Thermographie, bei welcher sich Leckagen in der Luftdichtigkeitsebene in Form typischer Zonen mit Temperaturveränderungen am jweiligen Bauteil zeigen.

Je nach Gebäudegröße und eingebauter Lüftungstechnik dauert eine solche Messung ca. 2 bis 6 Stunden. Für eine konkrete Anfrage senden Sie bitte eine kurze Nachricht mit Ihren Kontaktdaten per Email an

anfrage[at]bau-sv.de

© Henry Pfeifer